🏔️ Nationalpark · Innlandet
Nationalpark Fulufjellet
Grenzschutzgebiet bei Trysil: 82 km² rotes Sandsteinplateau, eines der wichtigsten Bärengebiete Norwegens. Gut erreichbar mit dem Wohnmobil über die Fv26.
82 km²
Fläche
2012
Gegründet
1.047 m ü. M.
Slottet
Juni–September
Saison
Willkommen im Nationalpark Fulufjellet
Das Fulufjellet ist Norwegens durchdachtestes grenzüberschreitendes Schutzgebiet. Der 82 km² große Park in der Gemeinde Trysil wurde 2012 gegründet und geht über die Reichsgrenze hinweg in den schwedischen Nationalpark Fulufjället über — zusammen bilden die beiden Parks rund 470 km² unberührtes Plateaugebirge und Urwald. Die Verwaltung liegt bei der Nationalparkverwaltung Fulufjellet, und der höchste Punkt ist Slottet auf 1047 m ü. M., ein Sandsteinplateau mit weitem Blick nach Osten Richtung Schweden. Für Wohnmobilisten ist der Park gut erreichbar: über die Fv26 vom Ortskern Trysil nach Ljørdalen und weiter auf der Fv558/Fv564 bis an die Parkgrenze, mit Trysil und Ljørdalen als zwei guten Übernachtungsbasen.
Fakten zum Park
- Fläche: 82 km² auf norwegischer Seite (zusammen mit dem schwedischen Fulufjället: ca. 470 km²)
- Gegründet: 2012
- Provinz: Innlandet
- Gemeinde: Trysil
- Verwaltung: Nationalparkverwaltung Fulufjellet
- Höchster Punkt: Slottet, 1047 m ü. M.
- Landschaftstyp: Niedriges Plateaugebirge auf Trysil-Sandstein mit Urwald an den Flanken
- Grenzt an: Nationalpark Fulufjället (Schweden) und Naturreservat Fregn (Norwegen)
Was den Park besonders macht
Das Fulufjellet ist vor allem als wichtigstes Braunbärengebiet Norwegens bekannt. Zwischen 10 und 20 Bären überwintern jeden Winter auf beiden Seiten der Reichsgrenze, und das grenzüberschreitende Schutzgebiet ist einer der wenigen zusammenhängenden Lebensräume der Art im Süden Skandinaviens. Zusammen mit Wolf, Vielfraß, Luchs und Steinadler ergibt das eine vollständige Raubtiergemeinschaft, die du so weit im Süden des Landes kaum anderswo findest.
Das zweite Kennzeichen ist der rötliche Trysil-Sandstein. Der Untergrund ist fast 700 Millionen Jahre alt und verleiht dem Park sein charakteristisch flaches Plateauprofil, ganz anders als das Hochgebirge weiter westlich. Der Gipfel Slottet ist ein gewaltiger Sandsteinblock auf 1047 m ü. M. mit weiten Flächen karger Bergheide.
Der Wald an den Flanken ist der dritte Trumpf. Steile Hänge, bedeckt von altem Kiefern- und Fichtenwald, Bergbirke und sumpfige Täler schaffen einen artenreichen Lebensraum — das Naturreservat Fregn westlich des Parks hat einige der schönsten Urwaldbestände Norwegens. Flechtenreiche Heiden, Totholz und offene Moore bieten Spechten und seltenen Moosen einen Lebensraum.
Auf schwedischer Seite findest du den Njupeskär, Schwedens höchsten Wasserfall mit 93 Metern freiem Fall. Er liegt im Nationalpark Fulufjället — ein natürliches Tagesziel beim Besuch des norwegischen Schutzgebiets.
Zugangspunkte für Wohnmobilisten
- Ljørdalen (Fv564 über Fv26) — Hauptzufahrt von Westen, Koordinaten 61,231 N / 12,491 O. Wohnmobil-Parkplatz vorhanden, Betriebssaison Mai–Oktober. Bewaldetes Tal mit kurzem Weg zum Wegenetz in den Park.
- Brynfløet (Fulufjellet-Alpinzentrum, Süden) — Koordinaten 61,156 N / 12,553 O. Wohnmobil-Parkplatz, geöffnet Mai–Oktober. Südliche Zufahrt mit Wegbeginn zum Plateau.
- Drevfjorden (Norden, zur schwedischen Grenze) — Koordinaten 61,292 N / 12,620 O. Kein offizieller Wohnmobil-Parkplatz, aber Platz für kürzere Stopps. Geöffnet Juni–September. Sprungbrett für eine Wanderung zum Slottet und zur Reichsgrenze.
Wohnmobil-Parken und Übernachten
Der Park hat keine offiziellen Wohnmobil-Rastplätze im Schutzgebiet selbst, aber die Parkplätze an den Zufahrten sind gute Tagesstopps. Übernachten im Wohnmobil folgt den üblichen Regeln entlang öffentlicher Straßen, und Trysil Zentrum ist die naheliegende Basis mit mehreren Campingplätzen und Wohnmobil-Angeboten nur 30–45 Minuten entfernt. Ljørdalen bietet einfachere Übernachtung näher am Park.
Empfohlene Campingplätze:
- Femundtunet — 48 km nördlich des Parks, am Südende des Femund
Aktivitäten in der Nähe:
- Trysil Bike Arena — 44 km westlich, Mountainbiking im größten Skigebiet Norwegens im Sommer
Halte beim Zelt- oder Wohnmobilaufschlag im Gelände Abstand zu Bären und bewahre Lebensmittelabfälle verschlossen auf. Bären sind nicht aggressiv, aber Nahrungssuche in nächtlicher Stille kann unangenehm werden.
Sehenswürdigkeiten und Tourenvorschläge
- Slottet, 14 km hin und zurück — von Ljørdalen hinauf zum höchsten Punkt des Parks auf 1047 m ü. M. 6–7 Stunden, ca. 550 Höhenmeter. Saison Juni–September. Wohnmobil parkt an der Zufahrt Ljørdalen.
- Njupeskär (schwedische Seite), Tagestour — fahre hinüber in den Nationalpark Fulufjället und gehe den kurzen Weg zum 93-Meter-Wasserfall. Die ganze Runde lässt sich an einem Tag von Ljørdalen aus machen.
- Naturreservat-Fregn-Runde, 6 km — kürzere Rundtour durch alten Kiefernwald westlich des Parks. 2–3 Stunden, wenig Höhenmeter. Wohnmobil parkt an der Fv558.
- Drevfjorden–Grenztouren, variierend — von der nördlichen Zufahrt kannst du auf das Plateau Richtung schwedische Grenze gehen. Erfordert gute Planung und Karte, kein durchgehend markierter Weg.
- Fulufjellet-Alpinzentrum, Sommertour — nutze den Lift in Brynfløet als Startsprung für kürzere Bergtouren im Park.
So kommst du hin
Von Oslo: E6 bis Elverum, dann Rv25/Fv26 nach Trysil (3–3,5 Stunden) und weiter auf der Fv26 nach Ljørdalen (45 Min.). Aus Schweden erreichst du den Park über die E45/Rv70 nach Sälen und hinüber nach Ljørdalen. Nächster Bahnhof ist Elverum mit Busanschluss weiter nach Trysil. Wohnmobil-Tipp: Die Fv26 und Fv558/Fv564 sind überwiegend asphaltiert oder gut geschotterte Straßen, Längenbeschränkungen sind auf den Hauptstraßen kein Problem. Im Winter sind die Nebenstraßen nicht immer bis zum Park geräumt — vor der Abreise prüfen.
Wann du fahren solltest
Juni bis September ist die beste Saison für Wanderungen, Angeln und Beerenpflücken. Auf dem Plateau kann das Wetter schnell umschlagen, und Schnee ist auch im Juni und September möglich. Mücken erreichen im Juli ihren Höhepunkt; August–September bringen angenehmere Temperaturen und Herbstfarben. Im Winter (Januar–März) ist der Park weitgehend unberührt — das Loipennetz im Tiefland wird zum Skifahren und für Schneescooter genutzt, doch das Gebirge selbst bleibt der Selbstversorgung und den überwinternden Bären vorbehalten.
Karte und Campingplätze in der Nähe
Nationalpark Fulufjellet und 4 Campingplätze in der Nähe. Klicke auf die Markierungen, um die Seiten zu öffnen.
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