🏔️ Nationalpark · Innlandet

Nationalpark Gutulia

Norwegens kleinster Nationalpark: 23 km² Urwald mit bis zu 500 Jahre alten Kiefern östlich von Femundsmarka. Kurzer Naturlehrpfad und die Fv26 ab Drevsjø machen ihn wohnmobiltauglich.

Hochgewachsene, knorrige alte Kiefern im Urwald des Nationalparks Gutulia in Engerdal

23 km²

Fläche

1968

Gegründet

949 m ü. M.

Gutulivola

Juni–September

Saison

Willkommen im Nationalpark Gutulia

Gutulia ist Norwegens kleinster Nationalpark — nur 23 km² — und einer der allerältesten, bereits 1968 gegründet. Der Park liegt in der Gemeinde Engerdal in Innlandet, gleich östlich von Femundsmarka und dicht an der schwedischen Grenze. Was Gutulia besonders macht, ist der Urwald: hochgewachsene Kiefern von bis zu fast 500 Jahren und Fichten über 300 Jahre, einer der ältesten Nadelwälder, die in Norwegen noch erhalten sind. Der Park wurde gerade gegründet, um diesen Urwald zu schützen. Höchster Punkt ist die Gutulivola auf 949 m ü. M., mitten im Park. Für Wohnmobilisten ist Gutulia ungewöhnlich leicht erreichbar: Ein Abstecher über eine Schotterstraße von der Fv26 bei Drevsjø führt zum Parkplatz am Gutulisjøen, und von dort sind es nur 3 km Naturlehrpfad bis zur alten Alm Gutulivollen.

Fakten zum Park

  • Fläche: 23 km² (Norwegens kleinster)
  • Gegründet: 1968 (einer der allerältesten, erweitert 2004)
  • Provinz: Innlandet
  • Gemeinde: Engerdal
  • Verwaltung: Nationalparkverwaltung Femundsmarka und Gutulia
  • Höchster Punkt: Gutulivola, 949 m ü. M.
  • Landschaftstyp: Unberührter Nadelwald (Taiga) mit Mooren und Almwiesen
  • Besucherzahl: ca. 5.000 pro Jahr

Was den Park besonders macht

Der Urwald ist Gutulias Markenzeichen und der ganze Grund, warum der Park geschützt wurde. Hochgewachsene Kiefern stehen verstreut in der Landschaft mit kräftigen, verästelten Stämmen und tief gefurchter Rinde — viele sind fast 500 Jahre alt. Dazwischen stehen Fichten über 300 Jahre, und Totholz bleibt am Waldboden liegen als Lebensraum für Pilze, Flechten und Insekten. Dies ist eine der schönsten und am besten zugänglichen Urwaldlokalitäten Norwegens.

Die Gutulivollen (auch Gutulisetra genannt) liegt mitten im Park und ist ein lebendiges Kulturdenkmal aus der Almwirtschaft im Gebirge. Die Almen werden seit dem Mittelalter genutzt, und die Gebäude stehen noch immer — offene Almwiesen mit traditionellen Häusern inmitten der unberührten Natur sind eine besondere Kombination, die nur wenige andere norwegische Parks bieten. Die Alm ist zentraler Rastplatz und 3 km vom Parkplatz entfernt.

Die Gutulivola (949 m ü. M.) ist der höchste Punkt des Parks und liegt nur 2 km von der Gutulisetra entfernt. Der Gipfel ist einfach zu besteigen und bietet Aussicht über den Urwald und hinein nach Femundsmarka im Westen.

Die Tierwelt ist typische ostnorwegische Taigafauna: Elch, Reh, Rotfuchs, Marder und Biber sowie zahme Rentiere, die im Gebiet weiden. Die Bodenschicht besteht aus Heidelbeere, Krähenbeere, Flechten und Pilzen — im Herbst sind dies sehr gute Pilzwälder.

Zugangspunkte für Wohnmobilisten

Gutulia hat einen Hauptzugang, und das macht die Planung einfach:

  • Parkplatz Gutulisjøen (62,10°N, 12,05°O — von der Fv26 bei Drevsjø folgst du dem ausgeschilderten Schotterstraßen-Abstecher bis zur Südseite des Gutulisjøen). Parkplatz mit Platz für Wohnmobile, Informationstafeln und Startpunkt des Naturlehrpfads. Betriebssaison Juni–September. Im Winter ist die Schotterstraße hinein gesperrt.

Vom Parkplatz aus führt ein markierter Naturlehrpfad von 3 km zur Gutulivollen und weitere 2 km zum Gipfel Gutulivola. Insgesamt gibt es rund 15 km markierte Wege im und um den Park.

Wohnmobil-Parken und Übernachten

Der Park hat außer dem Tagesparkplatz am Gutulisjøen keinen eigenen Wohnmobil-Rastplatz, und Übernachten im Wohnmobil direkt am Parkplatz ist nicht vorgesehen. Empfehlenswert ist, einen der Campingplätze im Raum Drevsjø/Elgå als Basis zu nutzen und eine Tagestour in den Park zu unternehmen.

Empfohlene Campingplätze in der Nähe:

  • Båtstø Camping — ca. 9,7 km vom Gutulisjøen, an der Ostseite des Femund, nächstgelegene Alternative
  • Johnsgård Turistsenter — ca. 19 km, ganzjährig geöffnet mit guter Wohnmobil-Ausstattung
  • Femundtunet — ca. 20,8 km, am Südende des Femund

Angrenzender Nationalpark: Nationalpark Femundsmarka liegt gleich westlich von Gutulia und lässt sich auf derselben Wohnmobil-Tour kombinieren. Die M/S Fæmund II von Synnervika oder Elgå bietet Zugang zum Inneren von Femundsmarka.

Sehenswürdigkeiten und Tourenvorschläge

  1. Naturlehrpfad zur Gutulivollen — 3 km einfacher Weg vom Gutulisjøen, ca. 1 Stunde pro Richtung. Informationstafeln entlang der Route erzählen vom Urwald und der Almgeschichte. Geeignet für die ganze Familie, Sommer–Herbst.

  2. Gutulivola über Gutulivollen — 5 km einfacher Weg vom Parkplatz, ca. 2,5 Std. pro Richtung. Geringe Steigung von der Alm hinauf zum Gipfel auf 949 m ü. M. Aussicht über den Urwald und hinein zum Femund.

  3. Rundtour im Urwald — mehrere kürzere Wege durchqueren den Park; nutze die Gutulivollen als Ausgangspunkt und mache eine Schleife durch die ältesten Kiefernbestände. Rechne mit ca. 8–10 km insgesamt.

  4. Pilztouren (August–September) — die Bodenschicht mit Heidelbeere und Flechten bildet sehr gute Pilzwälder, besonders Pfifferlinge und Steinpilze in einer guten Saison.

  5. Besucherzentrum in Elgå — das Nationalpark-Besucherzentrum Femundsmarka und Gutulia (Elgå, ca. 25 km nördlich) liefert Hintergründe zu beiden Parks, bevor du hineingehst.

So kommst du hin

Von Oslo: RV3 nach Koppang (ca. 3 Std. 30 Min.), dann Fv26 ostwärts über Engerdal nach Drevsjø (ca. 1 Std. 15 Min.). Von Drevsjø folgst du der Fv26 nordwärts, und ein ausgeschilderter Abstecher auf einer Schotterstraße führt zum Parkplatz am Gutulisjøen. Gesamtfahrzeit ca. 5 Stunden.

Von Trondheim: E6 südwärts nach Tynset, dann Fv26 ostwärts über Tufsingdalen nach Femundsenden und weiter nach Drevsjø. Ca. 3 Std. 30 Min.

Für Wohnmobilisten: Die Fv26 hält gute Qualität. Die Schotterstraße auf dem letzten Stück zum Gutulisjøen ist kurz und für normale Wohnmobile befahrbar, fahre aber vorsichtig auf dem letzten Abstecher. Im Winter ist die Schotterstraße gesperrt — prüfe die Öffnungszeiten bei den Straßenbehörden vor einer Tour im April–Mai oder Oktober–November.

Wann du fahren solltest

Beste Saison ist Ende Juni bis Mitte September. August und September sind am besten: weniger Mücken und Kribbelmücken, Herbstfarben über dem Urwald und Pilzsaison in der Bodenschicht. Der Frühsommer (Juni–Juli) bringt die hellsten Nächte, doch Mücken und Kribbelmücken können in sumpfigem Gelände sehr intensiv sein — nimm guten Mückenschutz mit. Das Wetter im Gebirge kann schnell umschlagen, also habe immer warme Kleidung und Regenzeug dabei. Im Winter ist die Schotterstraße hinein gesperrt und der Park für Wohnmobilisten praktisch unzugänglich.

Karte und Campingplätze in der Nähe

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CampingplatzWohnmobilstellplatzRastplatz / StellplatzHofladen-Parkplatz

Empfohlene Campingplätze

Wohnmobil-Basis, um Nationalpark Gutulia zu erkunden.

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Geprüft anhand von 1 Quelle · zuletzt geprüft 15.5.2026
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