🏔️ Nationalpark · Vestland
Naustdal-Gjengedal
Naustdal-Gjengedal: 460 km² Landschaftsschutzgebiet zwischen Jostedalsbreen-Gletscher und Førdefjord, mit dem Botnafjellet (1572 m) und Berghöfen im Gjengedalsdalen.
460 km²
Fläche
2009
Gegründet
1.572 m ü. M.
Botnafjellet
Juni–September
Saison
Willkommen im Landschaftsschutzgebiet Naustdal-Gjengedal
Naustdal-Gjengedal ist kein offizieller Nationalpark, sondern ein Landschaftsschutzgebiet, eingerichtet durch königliche Resolution am 9. Januar 2009. Es wird nach dem Naturvielfaltgesetz von der Schutzgebietsverwaltung Naustdal-Gjengedal unter dem Statsforvaltaren in Vestland verwaltet. Das Gebiet erstreckt sich über 460 km² zwischen dem Nationalpark Jostedalsbreen im Osten und der Küstenlinie am Førdefjord im Westen und verbindet so Gletscher, Hochgebirge und Fjord in einer zusammenhängenden geschützten Landschaft.
Die Schutzkategorie ist großzügiger als beim Nationalpark — der Boden ist privat, und Jagd, Fischfang und Almwirtschaft finden wie zuvor statt. Für Wohnmobil-Fahrer ist dies ein Rahmen, den Du in Norwegen selten findest: Wildnis mit 1512 Höhenmetern zwischen Talboden (60 m ü. M.) und Gipfel (1572 m ü. M.), mitten zwischen Førde und Sandane an der E39 in Sunnfjord.
Fakten zum Park
- Fläche: 460 km²
- Gegründet: 2009 (Landschaftsschutzgebiet, kein Nationalpark)
- Provinz: Vestland
- Gemeinden: Sunnfjord und Gloppen
- Verwaltung: Schutzgebietsverwaltung Naustdal-Gjengedal (Statsforvaltaren in Vestland)
- Höchster Punkt: Botnafjellet, 1572 m ü. M.
- Landschaftstyp: Hochgebirge, Gletscherarme, Laubwaldtäler und fjordnahe Berghöfe
- Schutzkategorie: Landschaftsschutzgebiet nach dem Naturvielfaltgesetz
Was das Gebiet besonders macht
Der Botnafjellet (1572 m ü. M.) ist der höchste und markanteste Gipfel des Gebiets und beherrscht das Panorama sowohl vom Naustedalen als auch vom Gjengedalsdalen aus. Auf den höher gelegenen Plateaus liegen noch immer kleine Gletscherarme und Schneefelder, die zum Jostedalsbreen-System gehören — kompakte, aber sichtbare Erinnerungen an die Vereisung der Region.
Das Gjengedalsdalen ist ein üppiges U-Tal mit Wasserfällen, Berghöfen und Almen, von der Gloppen-Seite im Norden geöffnet. Das Tal birgt eine lebendige Kulturlandschaft, in der Weidewirtschaft, Jagd und Fischfang heute aktive Nutzungsformen sind. Auf der Naustedalen-Seite im Süden gehen mehrere markante Wasserfälle durch steile Seitentäler zum Førdefjord hinab.
Die Tierwelt ist typisch westnorwegisches Hochgebirge: Wildren, Hirsch, Steinadler, Vielfraß und Schneehuhn halten sich im Gebiet auf, und die Bergseen bieten gutes Forellenangeln. Die Vegetation wechselt dramatisch mit der Höhe — Birken- und Erlenwald im Talboden, Weide und Zwergbirke in der mittleren Hanglage, und Kahlheide mit Flechten und Moos zu den Gipfeln hin. Klimatisch ist das Gebiet stark von der Küste beeinflusst, mit über 2000 mm Niederschlag im Jahr an mehreren Stellen.
Zugänge für Wohnmobil-Fahrer
Das Gebiet hat drei praktische Zugangstore, alle mit Parkmöglichkeit für Wohnmobile an den Rändern:
- Vassenden (Jølster, von der E39): Wohnmobil-Parkplatz am Jølstravatnet, betreut von Mai bis Oktober. Zugang direkt von der E39 zwischen Førde und Skei.
- Førde / Naustedalen: Zugangstor aus dem Süden über Førde. Wohnmobil-Parkplätze gibt es in Førde und ins Naustedalen hinein, betreut von Mai bis Oktober. Die Straße wird ins Tal hinein schmaler.
- Gjengedalsdalen (von Sandane/Gloppen): Zugangstor aus dem Norden. Wohnmobil-Parkplatz gibt es an der Talmündung, betreut von Juni bis September. Die Bergstraße ins Tal hinein ist steil und schmal — bei Regen nicht für große Wohnmobile empfohlen.
Wohnmobil-Parken und Übernachten
Das Gebiet hat keine offiziellen Wohnmobil-Rastplätze innerhalb des Schutzgebiets, und es gibt auch keine touristische Infrastruktur im Gebirge selbst. Deine Wohnmobil-Basis sollte in Førde, am Jølstravatnet oder auf der Gloppen-Seite liegen, und von dort aus machst Du Tagestouren ins Gebiet.
Empfohlene Campingplätze in der Nähe:
- Byrkjelo Camping — ca. 31 km vom Gjengedalsdalen, gute Basis für die Gloppen-Seite
- Jølster Panorama — ca. 32 km, am Jølstravatnet und der E39
- Gloppen Camping og Fritidssenter — ca. 20 km vom Gjengedalsdalen, bei Sandane
- Fjordsight Resort — ca. 37 km, am Fjord
Festival im Gebiet: Førde Internasjonale Folkemusikkfestival — ca. 23 km vom Gebiet, jedes Jahr im Juli.
Angrenzende Landschaftsroute: Gaularfjellet — ca. 22 km, von Moskog bei Førde hinüber zum Sognefjord.
Aktivitäten etwas weiter weg: Loen Skylift Via Ferrata (ca. 53 km) und Stryn Sommerski (ca. 82 km).
Sehenswürdigkeiten und Tourenvorschläge
- Botnafjellet (1572 m ü. M.): Lange Tagestour für erfahrene Bergwanderer, Start vom Gjengedalsdalen oder Naustedalen. Anspruchsvoll, kein markierter Weg über die ganze Strecke. Saison: Juli–September.
- Berghöfe im Gjengedalsdalen: Wanderung entlang des Talbodens mit Wasserfällen und Kulturlandschaft, leicht bis mittel. Parken an der Talmündung.
- Bergseeangeln: Mehrere Angelseen im Gebiet haben einen guten Forellenbestand. Angelkarten werden vor Ort gekauft — der Boden ist privat. Leichtes bis anspruchsvolles Gelände.
- Wasserfälle im Naustedalen: Kürzere Tagestouren in den Seitentälern Richtung Førdefjord, besonders nach Regen schön.
So kommst Du hin
Aus Bergen: E39 nordwärts über die Fähre Lavik nach Førde (ca. 3,5 Stunden), weiter auf der E39 nach Sandane für das Gjengedalsdalen. Aus Ålesund: E136/E39 südwärts nach Førde. Aus Oslo: E16 nach Lærdal, danach Fv5/E39 nordwärts durch Sogn nach Sunnfjord (7–8 Stunden). Bus nach Førde und Sandane ab Bergen.
Fürs Wohnmobil: Die E39 zwischen Førde und Sandane ist kurvenreich, aber gut befahrbar. Ins Naustedalen und Gjengedalsdalen hinein werden die Straßen schmal und steil — plane nicht, mit einem großen Wohnmobil weit hinein zu wenden. Prüfe die Verkehrsmeldungen bei Regen.
Wann Du fahren solltest
Juni bis September ist die Hauptsaison für Bergtouren und Angeln, mit schneefreien Höhen spätestens ab der Sommersonnenwende. Mai und Oktober eignen sich für tiefer gelegene Touren im Naustedalen und rund um das Jølstravatnet, doch das Hochgebirge kann dann noch schneebedeckt sein. Die Wintersaison ist nur etwas für sehr Erfahrene — die Straßen in die Täler hinein sind im Winter nicht für Touristen geöffnet.
Sei auf viel Niederschlag (über 2000 mm/Jahr an mehreren Stellen), Nebel und plötzliche Wetterumschwünge vorbereitet. In höher gelegenem Gelände kann bis weit in den Sommer hinein Schnee liegen.
Zugänge für Wohnmobile
-
🚐 Vassenden (Jølster, von der E39)
Wohnmobil-Parkplatz am Jølstravatnet, betreut von Mai bis Oktober. Zugang direkt von der E39 zwischen Førde und Skei.
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🚐 Førde / Naustedalen
Zugangstor aus dem Süden über Førde. Wohnmobil-Parkplätze gibt es in Førde und ins Naustedalen hinein, betreut von Mai bis Oktober. Die Straße wird ins Tal hinein schmaler.
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🚐 Gjengedalsdalen (von Sandane/Gloppen)
Zugangstor aus dem Norden. Wohnmobil-Parkplatz gibt es an der Talmündung, betreut von Juni bis September. Die Bergstraße ins Tal hinein ist steil und schmal — bei Regen nicht für große Wohnmobile empfohlen.
Karte und Campingplätze in der Nähe
Naustdal-Gjengedal und 5 Campingplätze in der Nähe. Klicke auf die Markierungen, um die Seiten zu öffnen.
Empfohlene Campingplätze
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