🏔️ Nationalpark · Troms
Reisa Nationalpark
Reisa Nationalpark in Nordreisa: 803 km² tiefe Schlucht und Bergebene mit dem Mollesfossen (269 m), Lachsfluss und Flussboot-Tradition. Zugang über E6 und Fv865.
803 km²
Fläche
1986
Gegründet
907 m ü. M.
Čáravárri
Juni–September
Saison
Willkommen im Reisa Nationalpark
Der Reisa Nationalpark liegt in der Gemeinde Nordreisa in Troms und umfasst 803 km² der tiefsten Schluchtlandschaft Norwegens. Der Park wurde 1986 eingerichtet und liegt als dramatisches Talsystem mit flachem Talboden und steilen Abhängen auf beiden Seiten — durchschnitten vom Reisaelva, einem nationalen Lachsfluss, der für seinen Großlachs bekannt ist. Das Kronjuwel ist der Mollesfossen, Skandinaviens höchster Wasserfall mit 269 Metern freiem Fall. Höchster Punkt ist der Čáravárri auf 907 m ü. M., und der Park ist ein einzigartiger Treffpunkt dreier Kulturen: samisch, kvenisch und norwegisch. Für Wohnmobil-Fahrer ist Reisa mittel zugänglich — die E6 nach Storslett und die Fv865 südwärts bieten eine Basis für Flussboot-Touren oder Wanderungen in eine der unberührtesten Wildnisgebiete Nordnorwegens.
Fakten zum Park
- Fläche: 803 km²
- Gegründet: 1986
- Provinz: Troms
- Gemeinde: Nordreisa
- Verwaltung: Nationalparkverwaltung Reisa
- Höchster Punkt: Čáravárri, 907 m ü. M.
- Landschaftstyp: tiefe Schlucht, Talsystem und Bergebene
- Besonderheit: Mollesfossen (269 m) — Skandinaviens höchster Wasserfall
Was den Park besonders macht
Das Reisadalen ist Norwegens tiefste Schluchtlandschaft, kombiniert mit weitläufiger Bergebene auf den Plateaus darüber — eine Kombination, die Du kaum anderswo findest. Das Tal hat einen flachen Talboden mit dem Reisaelva unten und steilen Abhängen auf jeder Seite, durchbrochen von Wasserfällen und Strudeltöpfen.
Der Mollesfossen mit 269 Metern freiem Fall ist das Symbol des Parks und Skandinaviens höchster Wasserfall — höher als der Eiffelturm und das Empire State Building. Der Reisaelva ist nationaler Lachsfluss und zieht Sportangler aus ganz Europa an. Großlachse von 15–20 Kilo sind keine Seltenheit, und die Flussboot-Tradition — flachbödige Holzboote, die sich über Stromschnellen und Untiefen arbeiten — ist nach wie vor lebendige Kultur.
Der Park ist Heimat für Braunbär, Vielfraß, Luchs, Steinadler und Elch, und der Fluss hat neben dem Lachs auch Meerforelle und Meersaibling. Die Vegetation ist reich: Kiefernwald im Talboden, Birke weiter oben und Kahlfels mit Heidekraut auf den Plateaus, mit einem besonders artenreichen Pflanzenleben aus östlichen und westlichen Arten, Orchideen und kalkreichen Mooren.
Das Reisadalen ist auch Treffpunkt dreier Kulturen: samische Rentierhaltung, kvenische Besiedlung (finnischsprachige Einwanderer aus dem 18.–19. Jahrhundert) und norwegische Forstwirtschaft haben das Tal über Jahrhunderte geprägt. Die Ortsnamen zeigen dies — der Berg Čáravárri ist samisch, während Ovi Raishiin («die Tür zum Reisadalen») kvenisch ist.
Zugänge für Wohnmobil-Fahrer
- Storslett (Nationalparkzentrum Halti): 69.769° N, 20.957° O. An der E6, im Zentrum von Nordreisa. Wohnmobil-Parkplatz, ganzjährig betreut. Halti ist das Zentrum des Nationalparks mit Ausstellung, Karten und Info — starte hier.
- Sappen (Reisadalen): 69.566° N, 21.150° O. Ca. 25 km südlich von Storslett an der Fv865. Wohnmobil-Parkplatz, betreut von Mai bis Oktober. Ausgangspunkt für kurze Touren im oberen Talboden.
- Saraelv (Ovi Raishiin): 69.394° N, 21.451° O. Am Ende der Fv865, ca. 48 km von Storslett. Wohnmobil-Parkplatz am Wendeplatz, oberes Kirkestilla und Ovi Raishiin (wenn der Hang trocken ist). Betreut von Juni bis September. Häufigster Zugang für Wanderungen und Flussboot.
Wohnmobil-Parken und Übernachten
Reisa ist als mittel zugänglich für Wohnmobile eingestuft. Du kannst die Fv865 bis Saraelv fahren, wo die Straße endet, doch die eigentliche Parkgrenze erreichst Du erst nach ca. 9 km Gehzeit — oder schneller mit dem Flussboot ab Bilto oder Saraelv. Wohnmobil-Parkplätze gibt es an allen drei Zugängen; Halti in Storslett hat die am besten ausgebaute Einrichtung.
Das Übernachten im Wohnmobil direkt am Wendeplatz von Saraelv ist praktisch für einen frühen Start zur Wanderung oder Flussboot-Tour am nächsten Tag. Nimm Rücksicht — dies ist kein formeller Rastplatz, wird aber in der Sommersaison regelmäßig genutzt.
Festivals in der Umgebung:
- Riddu Riđđu — 28 km entfernt, internationales indigenes Festival in Manndalen jeden Sommer (Juli), gut mit einem Parkbesuch zu kombinieren.
Angrenzende Landschaftsroute:
- Lyngenfjorden — Landschaftsroute, die ca. 58 km westwärts rund um den Lyngenfjord führt, perfekte Fortsetzung einer Nordtour.
Sehenswürdigkeiten und Tourenvorschläge
- Flussboot-Tour Saraelv–Nedrefoss: Halb- oder ganztägige Tour den Reisaelva hinauf mit erfahrenem Bootsführer. Bringt Dich tief in den Park und am Mollesfossen vorbei. Saison Juni–September. Im Voraus zu buchen. Parke das Wohnmobil bei Saraelv.
- Mollesfossen von Nedrefoss: Nach der Flussboot-Tour, kurze Gehzeit von der Nedrefoss-Hütte zum Aussichtspunkt über dem Wasserfall. Leichte Tour, 1–2 Stunden hin und zurück.
- Saraelv nach Imo: Klassische Wanderung entlang des Reisaelva, ca. 9 km einfach bis zur Parkgrenze, weiter in den Park nach Belieben. Folgt einem alten Verkehrsweg. Saison Juni–September.
- Nordkalottleden durch den Park: Der grenzüberschreitende Weitwanderweg führt von Ost nach West durch Reisa — mehrere Tage mit Zelttour und Berghütten. Erfordert Bergerfahrung.
- Sieimma und Strudeltöpfe: Halbtagestour vom Bilto-Gebiet zu einem der bekanntesten Phänomene des Tals — gigantische Strudeltöpfe im Fels. Leicht bis mittel.
So kommst Du hin
Aus Tromsø: E8 nach Nordkjosbotn, dann E6 nordostwärts über Skibotn und Storfjord nach Storslett (ca. 4 Stunden, 240 km). Das Nationalparkzentrum Halti liegt zentral in Storslett direkt an der E6.
Aus Alta: E6 westwärts ca. 2,5 Stunden (160 km) über den Kvænangsfjellet nach Storslett. Der Kvænangsfjellet kann bei Unwetter im Winter gesperrt sein — prüfe vegvesen.no.
Ab Storslett: Bieg von der E6 südwärts auf die Fv865 entlang des Reisaelva ab. 44 km nach Bilto und weitere 4 km nach Saraelv, wo die Straße endet. Die Straße ist die ganze Strecke wohnmobil-freundlich, ohne Längenbeschränkungen. Das Flussboot ab Bilto oder Saraelv wird über örtliche Anbieter gebucht (Informationen bei Halti).
Wann Du fahren solltest
Beste Saison: Juni bis September. Die Schneeschmelze kann den Reisaelva Anfang Juni hochwasserführend machen — am besten für Bootstour und Wanderung sind Juli und August. Juli–August sind auch Hochsaison für den Lachsfang. Der Winter (März–April) eignet sich für Skitouren und Hundeschlitten ab Saraelv, erfordert aber Bergerfahrung und Ausrüstung für arktische Bedingungen.
Achte auf schnelle Wetterumschwünge, besonders im Herbst und Frühjahr. Schnee kann in der Höhe bis weit in den Sommer hinein liegen, und Flussboot-Touren erfordern einen erfahrenen Bootsführer, der Stromschnellen und Untiefen kennt. Im Park kommt der Bär vor — befolge die üblichen Richtlinien für Bärengelände. Das Nationalparkzentrum Halti ist ganzjährig geöffnet und obligatorischer erster Halt für Karten, lokale Infos und die Buchung der Flussboot-Tour.
Zugänge für Wohnmobile
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🚐 Storslett (Nationalparkzentrum Halti)
69.769° N, 20.957° O. An der E6, im Zentrum von Nordreisa. Wohnmobil-Parkplatz, ganzjährig betreut. Halti ist das Zentrum des Nationalparks mit Ausstellung, Karten und Info — starte hier.
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🚐 Sappen (Reisadalen)
69.566° N, 21.150° O. Ca. 25 km südlich von Storslett an der Fv865. Wohnmobil-Parkplatz, betreut von Mai bis Oktober. Ausgangspunkt für kurze Touren im oberen Talboden.
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🚐 Saraelv (Ovi Raishiin)
69.394° N, 21.451° O. Am Ende der Fv865, ca. 48 km von Storslett. Wohnmobil-Parkplatz am Wendeplatz, oberes Kirkestilla und Ovi Raishiin (wenn der Hang trocken ist). Betreut von Juni bis September. Häufigster Zugang für…
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