🏔️ Nationalpark · Trøndelag

Skarvan og Roltdalen

Skarvan og Roltdalen Nationalpark in Trøndelag: 441 km² mit Norwegens größtem Mühlstein-Steinbruch, urwaldartigem Fichtenwald und Wohnmobil-Zugang über die E14.

Mühlstein-Steinbruch am Kvernfjellet im Skarvan og Roltdalen Nationalpark mit Bergen im Hintergrund

441 km²

Fläche

2004

Gegründet

1.441 m ü. M.

Fongen

Juni–September

Saison

Willkommen im Skarvan og Roltdalen Nationalpark

Skarvan og Roltdalen ist einer der größten Nationalparks Trøndelags, 2004 eingerichtet, um ein einzigartiges Zusammentreffen von Natur, Kultur und Geschichte zu schützen. Auf 441 km² erstreckt sich der Park durch die Gemeinden Selbu, Tydal, Meråker und Stjørdal und umfasst alles von mächtigen Bergen und urwaldartigem Fichtenwald über große Moorgebiete bis hin zu über 500 Jahre alter Industriegeschichte. Höchster Punkt ist der Fongen mit 1441 m ü. M.

Für Wohnmobil-Reisende ist der Park ungewöhnlich gut zugänglich: die E14 zwischen Stjørdal und Storlien verläuft direkt nördlich der Parkgrenze, und der Hauptzugang Vekta in Selbu wird über eine Provinzstraße südlich der E6 erreicht. An allen vier Hauptzugängen gibt es Parkplätze mit Infotafeln.

Fakten zum Park

  • Fläche: 441 km²
  • Gegründet: 2004
  • Provinz: Trøndelag
  • Gemeinden: Selbu, Tydal, Meråker, Stjørdal
  • Verwaltung: Nationalparkverwaltung für Skarvan og Roltdalen und Sylan
  • Höchster Punkt: Fongen, 1441 m ü. M.
  • Landschaftstyp: kombiniert Berge, alter Fichtenwald und Feuchtgebiete
  • Besonderheit: Norwegens größter Mühlstein-Steinbruch und samisches Rentierzuchtgebiet

Was den Park besonders macht

Was Skarvan og Roltdalen von anderen Nationalparks unterscheidet, ist die Kombination aus großartiger Natur und tief verwurzeltem kulturhistorischem Gehalt. Am Kvernfjellet in Selbu liegt Norwegens größter Mühlstein-Steinbruch — über fünfhundert Jahre Abbau von rund 1400 bis 1915. Die Brüche liegen in Reih und Glied im Berg, und der Mühlstein von hier wurde in ganz Skandinavien exportiert. Es ist eines der wichtigsten Industriedenkmäler des Landes und das einzige seiner Art innerhalb eines Nationalparks.

Das Roltdalen verkörpert den zweiten großen Wert: urwaldartiger Fichtenwald mit mächtigen Bäumen und einer reichen Artenvielfalt an Moosen, Flechten und Pilzen. Hier findest du auch zahlreiche Bergsennereien, die von alter Außenmark-Nutzung zeugen. Auf basenreichem Untergrund wächst eine artenreiche Flora mit Blutampfer, Läusekraut, Breitblättrigem Wollgras und Wald-Händelwurz.

Das Bergmassiv wird vom Fongen (1441 m ü. M.) und der Skarvan-Bergkette mit dem Storskarven (1171 m ü. M.) als höchstem Gipfel und Dreigemeindenpunkt von Selbu, Stjørdal und Meråker beherrscht. Im Park leben Vielfraß, Elch, Hase, Schneehuhn, Steinadler und Turmfalke. Das angrenzende Naturreservat Strådsjøen-Prestøyan ist Brutgebiet seltener Feuchtgebietsvögel wie Kampfläufer, Zwergstrandläufer und Mornellregenpfeifer.

Zudem wurde der Park mit dem ausdrücklichen Ziel eingerichtet, die samische Rentierzuchttradition im Gebiet zu sichern — ein Erwerbszweig, der noch immer aktiv ist und Teil der lebendigen Kulturlandschaft.

Zugänge für Wohnmobil-Reisende

Der Park hat vier Hauptzugänge mit Wohnmobil-Parkplatz und Infotafeln:

  • Vekta (Selbu) — der Hauptzugang zum Park, ca. 63.232°N, 11.317°O. Parkplatz, Infotafel und Pfadbeginn. Bewirtschaftet Juni–September.
  • Stordalshytta (Meråker) — nördlicher Zugang von der E14, ca. 63.450°N, 11.738°O. Wohnmobil-Parkplatz an der Hütte, Pfadbeginn zum Bergmassiv. Bewirtschaftet Juni–September.
  • Sildra/Sondalen (Stjørdal) — westlicher Zugang, ca. 63.388°N, 11.554°O. Parkplatz und Zugang zur Skarvan-Bergkette. Bewirtschaftet Juni–September.
  • Gresslihytta (Tydal) — südlicher Zugang, ca. 63.067°N, 11.554°O. Zufahrt von Tydal über die Fv705. Bewirtschaftet Juni–September.

Wohnmobil-Stellplatz und Übernachtung

Der Park hat keine eigenen Wohnmobil-Rastplätze innerhalb des Schutzgebiets, aber alle vier Hauptzugänge verfügen über öffentliche Parkplätze, auf denen du tagsüber mit dem Wohnmobil stehen darfst. Das Übernachten im Wohnmobil an den Zufahrtswegen über mehrere Nächte ist nicht erlaubt — nutze stattdessen einen der Campingplätze unten.

Empfohlene Campingplätze in der Umgebung:

Veranstaltungen in der Region: Olavsfest in Trondheim und Pstereo liegen beide ca. 52 km vom Park — mit einer Sommertour in den Nationalpark kombinierbar.

Sehenswürdigkeiten und Tourenvorschläge

  • Mühlstein-Steinbruch Kvernfjellet — kulturhistorische Wanderung ab Vekta. Die Brüche liegen an den Kvernfjellvatna und lassen sich von markierten Pfaden aus betrachten. Leichte bis mittlere Schwierigkeit, Tageswanderung. Beste Saison Juli–September.
  • Roltdalen-Rundtour — durch urwaldartigen Fichtenwald und vorbei an alten Sennereien. Mittlere Schwierigkeit, erfordert viel Zeit und Karte. Start an der Gresslihytta oder von der Selbu-Seite.
  • Storskarven (1171 m ü. M.) — anspruchsvolle Tageswanderung hinauf zum Dreigemeindenpunkt. Spektakuläre Aussicht über alle vier Parkgemeinden. Start ab Sildra oder Stordalshytta.
  • Fongen (1441 m ü. M.) — der höchste Gipfel des Parks. Kein markierter Pfad, erfordert Erfahrung in weglosem Gelände und Navigation. Nur für geübte Bergsteiger.
  • Stordalsvassdraget — abwechslungsreiche Touren von der Stordalshytta mit Seen, Mooren und niedrigem Gebirge. Eignet sich für Familien.

So kommst du hin

Von Trondheim: Fahre die E6 ca. 30 Min. nach Norden bis Stjørdal. Von dort die E14 nach Osten Richtung Storlien für die nördlichen Zugänge (Meråker, Stordalshytta und Sildra). Für den Hauptzugang Vekta nimmst du die Provinzstraße südlich von Stjørdal nach Selbu — ca. 45 Min.

Von Røros erreichst du Tydal und die Gresslihytta über die Fv705 nach Norden. Die Bahn Trondheim–Storlien hält in Stjørdal und Meråker, sodass sich eine Kombination mit Mietwagen oder Abholdienst anbietet.

Die E14 ist eine Europastraße mit gutem Ausbau und ohne Längenbeschränkungen, die Wohnmobile betreffen. Die Provinzstraßen nach Selbu und Tydal sind schmaler, aber für normale Wohnmobile befahrbar. Im Winter sind mehrere Straßen zu den Zugängen gesperrt oder schlecht geräumt — prüfe die Verkehrsmeldungen.

Wann du fahren solltest

Beste Saison ist Ende Juni bis September. Im Frühsommer kann in den höher gelegenen Gebieten noch Schnee liegen, und die Moore im Tiefland sind nass. Der August ist meist der beste Monat für Bergtouren, weil die Moore leichter zu queren sind und das Kvernfjellet völlig schneefrei ist. Der September bringt schöne Herbstfarben im Fichtenwald des Roltdalen.

Die Wetterverhältnisse können sich im Gebirge schnell ändern — habe immer Extrakleidung, Karte und Kompass dabei. Wintertouren erfordern Erfahrung im Wintertourengehen und Ortskenntnis.

Karte und Campingplätze in der Nähe

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Empfohlene Campingplätze

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Geprüft anhand von 1 Quelle · zuletzt geprüft 15.5.2026
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