🌍 UNESCO-Welterbe · Møre og Romsdal, Vestland

Geirangerfjord und Nærøyfjord

Die Westnorwegische Fjordlandschaft wurde 2005 UNESCO-Naturerbe und umfasst Geirangerfjord und Nærøyfjord. Beide sind per Wohnmobil über Fv63/Trollstigen und E16/Gudvangen erreichbar.

Steile Bergflanken und Wasserfälle stürzen in den Geirangerfjord in der UNESCO-geschützten westnorwegischen Fjordlandschaft

2005

Eingeschrieben

vii, viii

Kriterien

Naturarv

Typ

1.227 km²

Fläche

Willkommen bei der Westnorwegischen Fjordlandschaft

Die Westnorwegische Fjordlandschaft wurde 2005 als Naturerbe nach den Kriterien vii und viii in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen. Die Eintragung umfasst zwei Stätten: den Geirangerfjord (15 km) in Møre og Romsdal und den Nærøyfjord (17 km) in Vestland. Zusammen bilden 1227 km² mit steil aufragenden kristallinen Bergflanken, dramatischen Wasserfällen und verlassenen Berghöfen das, was die UNESCO einen Archetyp der Fjordlandschaft weltweit nennt.

Beide Fjorde sind den ganzen Sommer über mit dem Wohnmobil erreichbar. Geiranger erreichst du über die Fv63 über den Trollstigen oder die E136/Rv15 über das Strynefjell, während der Nærøyfjord an der E16 zwischen Bergen und Oslo liegt, mit Gudvangen als natürlichem Fjordtor. Die beiden Orte geben Wohnmobilisten zwei ganz unterschiedliche Erlebnisse desselben Welterbes.

Fakten zum Welterbe

  • Eintragungsjahr: 2005
  • UNESCO-Kriterien: vii (außergewöhnliche Naturschönheit) und viii (geologische Geschichte)
  • Typ: Naturerbe
  • Provinz: Møre og Romsdal und Vestland
  • Fläche: 1227 km² (1120 km² Land + 107 km² Wasser)
  • Verwaltung: Miljødirektoratet / Statsforvalteren in Møre og Romsdal und Vestland
  • Anzahl Fundstätten: 2 (Geirangerfjord und Nærøyfjord)

Was macht den Ort zum Welterbe

Die beiden Fjorde gelten als Typlokalitäten für Fjordlandschaften weltweit. Kristalline Bergflanken steigen 1400 Meter senkrecht aus dem Europäischen Nordmeer auf und reichen 500 Meter unter die Meeresoberfläche, und die Fjorde sind reine Lehrbuchbeispiele für tief liegende Fjordbecken, die von Gletschern während der letzten Eiszeit ausgeschürft wurden. Geologisch erzählt das Gebiet die Geschichte, wie das Inlandeis über Jahrmillionen die Küste formte.

Die Wasserfälle geben die visuelle Signatur. Die Sieben Schwestern fallen 250 Meter hinab zum Geirangerfjord, gegenüber dem Brudesløret und dem Friaren, während der Kjelfossen bei Gudvangen mit einer Fallhöhe von über 800 Metern einer der höchsten Wasserfälle Norwegens ist. Weitere bekannte Kaskaden sind der Storsæterfossen und der Hellesyltfossen im Raum Geiranger.

Verlassene Berghöfe klammerten sich über Jahrhunderte an Felsabsätze hunderte Meter über den Fjorden. Skageflå, Knivsflå und Stigen sind erhaltene Zeugnisse einer Lebensform, in der Vieh am Strick festgebunden wurde, um nicht abzustürzen, und Kinder an der Wand angekettet wurden. Das Gebiet ist seit der Bronzezeit besiedelt, wurde aber im Lauf des 20. Jahrhunderts allmählich verlassen, nachdem die Abwanderung in der Zwischenkriegszeit ihren Höhepunkt erreichte.

Wohnmobil-Zugang und Parken

So kommst du hin

Geirangerfjord: Von Oslo folgst du der E6 nach Otta, dann der Rv15 westwärts über das Strynefjell (ganzjährig geöffnet) nach Hellesylt und weiter auf der Fv60 nach Geiranger. Von Ålesund nimmst du die E136 nach Åndalsnes und die Fv63 über den Trollstigen im Sommerhalbjahr. Die Trollstigen-Passage hat Steigungen von 9 % und 11 Haarnadelkurven, ist aber für Fahrzeuge bis 12,4 Meter wohnmobiltauglich. Der Flughafen Ålesund ist der nächste internationale Flughafen.

Nærøyfjord: Von Bergen nimmst du die E16 ostwärts nach Gudvangen (3 Stunden). Von Oslo folgst du der E16 westwärts über den Lærdalstunnel (5 Stunden). Das Wohnmobil wird in Gudvangen geparkt, von dort fährt das Fjordcruise durch den Nærøyfjord nach Flåm. Der Flughafen Bergen Flesland ist der nächste internationale Flughafen. Die E16 ist ganzjährig geöffnet und hat keine Längenbeschränkungen fürs Wohnmobil.

Naturerbe-Status

Die UNESCO wählte das Gebiet als Naturerbe nach den Kriterien vii für außergewöhnliche Naturschönheit und viii als herausragendes Beispiel laufender geologischer Prozesse und Landformen. Die Eintragung machte es zu einer der wenigen Naturerbestätten in Norwegen. Während der Riksantikvaren die Kulturerbestätten verwaltet, hat das Miljødirektoratet die Verwaltungsverantwortung für die Westnorwegische Fjordlandschaft.

Weitere Erlebnisse in der Umgebung

Wohnmobilisten können den Fjordbesuch mit der Landschaftsroute Aurlandsfjellet kombinieren, die dich zum Aussichtspunkt Stegastein 650 Meter über dem Aurlandsfjord bringt. Der Jostedalsbreen-Nationalpark liegt 67,7 km entfernt und gibt Zugang zum größten Festlandgletscher Europas. Für mehr Wasserfall-Erlebnisse ist der Stalheimsfossen nahe Gudvangen ein naheliegender Stopp an der E16. Die Landschaftsroute Hardanger liegt 57,5 km südlich und lässt sich gut mit dem Nærøyfjord-Teil kombinieren.

Karte und Campingplätze in der Nähe

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Empfohlene Campingplätze

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Geprüft anhand von 1 Quelle · zuletzt geprüft 16.5.2026
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