💧 Wasserfall · Vestland

Feigumfossen

Feigumfossen stürzt 218 Meter im freien Fall zum Lustrafjord – einer der höchsten Sturzfälle Norwegens. Wohnmobil-Parkplatz an der Fv55 und 1,5 km Wanderung zum Fuß.

Feigumfossen im freien Fall 218 Meter hinab zum Lustrafjord in der Gemeinde Luster

218 m

Gesamthöhe

Mai–Juli

Beste Saison

Ja

Wohnmobil-Parkplatz

Willkommen bei Feigumfossen

An der Ostseite des Lustrafjords, ein Stück südlich von Skjolden in der Gemeinde Luster, stürzt Feigumfossen 218 Meter senkrecht die Felswand hinab – in einem einzigen ununterbrochenen freien Fall. Es ist einer der dramatischsten Einzelfälle Norwegens: Die Feigedøla kommt tosend aus dem Hurrungane-Massiv und wirft sich über die Kante eines hängenden Seitentals, bevor sie die Fjordlandschaft mit einer Gischtwolke trifft, die oft vom Boot weit draußen auf dem Fjord aus zu sehen ist.

Für Wohnmobilisten, die die Fv55 entlang des Lustrafjords fahren, ist der Wasserfall ein fast obligatorischer Stopp auf dem Weg zwischen Sognefjellet und dem inneren Sogn. Du parkst beim Hof Feigum und gehst einen 1,5 km markierten Pfad hinauf zum Fuß des Wasserfalls – rechne mit 45–60 Minuten pro Richtung. Die Wasserführung wird vom Kraftwerk Eivind Saxlund reguliert, doch in der Schneeschmelze von Mai bis Juli kommt der Wasserfall in voller Stärke.

Fakten zum Wasserfall

  • Gesamthöhe: 218 m
  • Größter Fall: 218 m
  • Anzahl der Stufen: 1 (ein ununterbrochener freier Fall)
  • Fluss: Feigedøla
  • Typ: plunge (freier Fall)
  • Wasserführung: reguliert durch das Kraftwerk Eivind Saxlund
  • Geologie: hängendes Seitental über einem von Gletschern ausgehobenen Fjord
  • Saison mit bester Wasserführung: Mai–Juli

Was den Wasserfall besonders macht

Feigumfossen gilt als vierthöchster Wasserfall Norwegens im freien Fall unter den unregulierten Einzelfällen – nur vom Vettisfossen und zwei weiteren übertroffen. Die 218 Meter sind kein stufenweiser Fall oder eine Kaskade; es ist ein einziger Sturz, bei dem sich die gesamte Feigedøla über die Felskante wirft und erst auf dem Fels darunter wieder Boden findet.

Der Hintergrund ist rein geologisch: Der Lustrafjord ist vom Eis bis weit unter den Meeresspiegel ausgehoben worden, während die Seitentäler hoch über dem Fjordniveau hängen blieben. Die Feigedøla entspringt im Hurrungane-Massiv, und das Schmelzwasser von den dortigen Gletschern und Schneefeldern lässt den Wasserfall im Mai und Juni in voller Stärke kommen.

Seit 1955 reguliert das Kraftwerk Eivind Saxlund die Wasserführung, weshalb der Wasserfall nicht das ganze Jahr in derselben Dimension läuft. Doch in der Schneeschmelze, und wenn der Betreiber Wasser ablässt, ist der Wasserfall ein Anblick, der es mit jedem unregulierten Kollegen aufnimmt. Die Gischt schlägt über die Felswand und ist sowohl von Solvorn auf der gegenüberliegenden Fjordseite als auch vom Boot auf dem Lustrafjord aus sichtbar.

Wohnmobil-Parken und Aussicht

  • Offizieller Parkplatz: ja, beim Hof Feigum auf der Fjordseite der Fv55, kostenlos
  • Strom/Entsorgung: nicht am Parkplatz verfügbar
  • Entfernung Parkplatz–Aussicht: 1500 m (ca. 1,5 km)
  • Schwierigkeit zur Aussicht: mittel – der Pfad geht bergauf und ist gegen Ende steinig
  • Brücke/Plattform: ja, Aussichtspunkt am Fuß des Wasserfalls
  • Geschätzte Gehzeit hinauf: 45–60 Minuten

Vom Parkplatz folgst du etwa 300 Meter einem Schotterweg Richtung Urnes, bevor der markierte Pfad zum Wasserfall bergauf abzweigt. Der Pfad ist nicht für Rollstuhl oder Kinderwagen geeignet, und der letzte Abschnitt bergauf ist steinig – nimm festes Schuhwerk. Dafür kommst du bis ganz an den Fuß des Falls und spürst die Gischt im Gesicht, wenn der Wasserfall läuft.

Empfohlene Campingplätze:

Nationalpark in der Nähe: Jostedalsbreen Nationalpark – 30,8 km, und Breheimen Nationalpark – 50,5 km.

Nationale Landschaftsroute in der Nähe: Aurlandsfjellet – 58,3 km über die Sognefjellsvegen und den Lærdalstunnel.

Aktivitäten in der Nähe: Loen Skylift Via Ferrata – 55 km, und Stryn Sommerski – 58,8 km auf dem Tystigen-Gletscher.

So kommst du hin

Von Oslo ist der einfachste Weg die E16 nach Lærdal, dann die Fv5 und Fv55 entlang des Lustrafjords Richtung Skjolden. Rechne mit ca. 6 Stunden Fahrt. Von Bergen nimmst du die E16 über Voss und Aurland, oder die Fähre ab Hella und weiter die Fv55 nordwärts durch Sogndal. Von Trondheim geht die Fahrt südwärts über die E6 und im Sommer weiter über das Sognefjellet – der Gebirgsübergang ist normalerweise von Ende Mai bis Mitte Oktober geöffnet.

Feigumfossen selbst liegt an der Fv55 auf der Ostseite des Lustrafjords, südlich von Skjolden. Beim Hof Feigum ist „Feigumfossen“ ausgeschildert. Die Fv55 hat keine Längenbeschränkungen, die normale Wohnmobile betreffen, doch beachte, dass die Sognefjellsvegen weiter nordwärts im Winter gesperrt ist – im Winter musst du den Umweg über Lærdal und Filefjell nehmen.

Beste Reisezeit

Der Wasserfall ist im Mai und Juni am spektakulärsten, wenn das Schmelzwasser aus dem Hurrungane maximale Wasserführung liefert und der Wasserfall Gischt über die ganze Felswand schleudert. Auch der Juli kann in warmen Jahren starke Wasserführung bringen.

Im August und September lässt die Schmelze nach, und kombiniert mit der Kraftwerksregulierung kann der Wasserfall reduziert sein. Er ist dennoch einen Besuch wert – der 218 m hohe Fall ist unabhängig von der Wassermenge beeindruckend, und die Herbstfarben rund um den Fjord machen die Tour schön.

Im Winter ist der Parkplatz normalerweise geräumt, da die Fv55 ganzjährig bis Skjolden offen gehalten wird, doch der Pfad hinauf zum Fuß des Wasserfalls wird im Winter nicht gepflegt und kann wegen Eis gefährlich sein. Für Fotografen bietet der Vormittag das beste Licht – der Wasserfall liegt in einer nach Norden gewandten Mulde, und die Sonne trifft den Fall im Sommerhalbjahr nur für eine kurze Zeit um die Mittagszeit.

Weitere Erlebnisse in der Umgebung

Der Lustrafjord bietet eine der dichtesten Konzentrationen an Kulturgeschichte und Natur in Norwegen. Die Stabkirche von Urnes – auf der UNESCO-Welterbeliste – liegt direkt gegenüber am Fjord und ist mit der Fähre ab Solvorn erreichbar. Die Sognefjellsvegen zwischen Skjolden und Lom gilt als eine der schönsten Gebirgsstraßen Nordeuropas und führt direkt unter den Hurrungane-Gipfeln vorbei, die die Feigedøla speisen.

Etwas weiter nördlich liegt Jotunheimen, und die Ausgangspunkte zu Klassikern wie Galdhøpiggen und Besseggen sind in 1–2 Stunden Fahrt erreichbar. Westlich in der Gemeinde liegt der Nigardsbreen – ein Arm des Jostedalsbreen –, der mit blauen Eiswänden und geführten Gletschertouren ein natürlicher Folgestopp auf einer Wohnmobiltour im inneren Sogn ist.

Karte und Campingplätze in der Nähe

Feigumfossen und 3 Campingplätze in der Nähe. Klicke auf die Markierungen, um die Seiten zu öffnen.

CampingplatzWohnmobilstellplatzRastplatz / StellplatzHofladen-Parkplatz

Empfohlene Campingplätze

Wohnmobil-Basis, um Feigumfossen zu erkunden.

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Værdata fra MET Norway.

Geprüft anhand von 1 Quelle · zuletzt geprüft 16.5.2026
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