Ein lebendiger Familienhof mitten in Troms

An der Nordsiveien 409 in Sørreisa, vier Kilometer vom Zentrum entfernt, liegt Krogstadtunet Camping – eine Hofcamping, die sich vom gewöhnlichen Strandplatz abhebt. Der Hof hat Wurzeln bis ins späte 18. Jahrhundert und ist seit 1881 im Besitz derselben Familie, als der Lehrer Hans Krogstad das Anwesen kaufte. Heute führen die Urenkel in dritter Generation den Platz, und der Hof trägt noch immer die Züge eines aktiven Kulturhofs statt eines anonymen Feriendomizils.

Traditionelle Landwirtschaft wurde bis Mitte der 1960er-Jahre betrieben. 1985 zerstörte eine Orkanböe den Stall, der im selben Stil wieder aufgebaut wurde, und die Camping wurde 1992 auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Kjell Bakkland eröffnet. Das Ergebnis ist eine Anlage, in der neue Gäste auf einen Hof treffen, der ebenso historisches Denkmal wie Übernachtungsort ist – perfekt für Wohnmobilreisende, die mehr als Strom und Grauwasserentsorgung auf dem Programm wollen.

Drei eigenwillige Hütten – Smia, Stabburet und Sommarstua

Für alle, die das Wohnmobil gegen Wände aus Holz tauschen wollen, bietet Krogstadtunet drei Hütten mit jeweils eigenem Charakter:

  • Smia – die kleinste, ab 700 NOK pro Nacht
  • Stabburet – ein traditionelles Vorratshaus, ab 800 NOK pro Nacht
  • Sommarstua – die größte, ab 1.000 NOK pro Nacht

Die Hütten bieten ein rustikaleres Erlebnis als ein Standard-Campinggebäude und sind im selben Stil errichtet oder restauriert wie der wieder aufgebaute Stall. Wohnmobilreisende, die Freunde oder Familie ohne eigenes Wohnmobil dabei haben, können geteilte Ferien planen, bei denen die eine Hälfte in der Hütte und der Rest im Wohnwagen auf dem Hof übernachtet.

Für Wohnmobil oder Wohnwagen kostet es 350 NOK mit Strom und 300 NOK ohne, während ein Zelt ab 200 NOK beginnt. Der Platz hat 12 Stromplätze und ist für Zelt, Wohnwagen, Wohnmobil und Hüttengäste geöffnet.

Museumssammlung mit 2.000–3.000 Objekten

Beim Historischen überrascht Krogstadtunet wirklich. Die Familie hat eine private Museumssammlung mit zwischen 2.000 und 3.000 Objekten aufgebaut, die Hofwirtschaft und Alltagsleben von Urgroßmutters Zeiten an dokumentiert. Die Führung dauert etwa anderthalb Stunden und ist im Preis inbegriffen – eine ungewöhnlich großzügige Regelung für einen Campingplatz.

Die Sammlung zeigt Werkzeuge, Küchengerät, Kleidung und Gebrauchsgegenstände, die die Besucher mit der Bauernkultur von Midt-Troms verbinden. Kombiniert mit einem Brotbackkurs im Steinofen und traditionellem Essen auf dem Hof wird der Aufenthalt zu einem kulturhistorischen Erlebnis statt eines reinen Übernachtungsstopps. Der Hof hat zudem eine Feuerstelle, einen Spielplatz und ein Spielhaus, und eine Gemeinschaftsküche sowie zwei Bäder mit Dusche und Toilette decken das Praktische ab.

Tømmerelva, Kanu und Touren direkt vom Hof

Direkt unterhalb des Hofs fließt die Tømmerelva, und der Platz vermietet Kanus mit Westen zum Paddeln auf dem Fluss. Bis zu den Wanderwegen am Wasser ist es nicht weit, und ein ruhiger Spaziergang nach dem Abendessen lässt sich mit Vogel- und Tierbeobachtung aus der Nähe verbinden. Für Familien mit Kindern ergibt die Kombination aus Kanu, Spielplatz, Feuerstelle und Hoftieren ein komplettes Aktivitätsprogramm, ohne dass man sich wieder ins Wohnmobil setzen muss.

Die Kommune Sørreisa liegt in Midt-Troms, einer Gegend, die oft im Schatten der bekannteren Ziele weiter im Norden steht. Das bedeutet weniger Touristen und mehr Platz auf den Pfaden – ein klarer Vorteil für Wohnmobilreisende, die Ruhe suchen.

Bardufoss und Senja in Reichweite

Strategisch liegt Krogstadtunet mitten zwischen zwei wichtigen Reisezielen im Norden. Bardufoss und die E6 sind nur 18 km entfernt, während Senja mit seinen dramatischen Berggipfeln und Fischerdörfern direkt westlich vor den Toren der Kommune Sørreisa liegt. Der Platz eignet sich daher gut als ruhigere Alternative zu den stärker befahrenen Campingplätzen auf Senja selbst, während Du die Norwegische Landschaftsroute Senja in Tagesausflug-Entfernung hast.

Der nächste Flughafen ist der Flughafen Bardufoss. Das bedeutet auch, dass Gäste Flug und Mietwohnmobil kombinieren oder Reisegefährten treffen können, die nach Midt-Troms einfliegen.

Im Herbst und Winter zieht der Platz ein neues Publikum an: Nordlichtjäger. Krogstadtunet liegt auf 69 Grad Nord – gut innerhalb der Polarlichtzone – und der offene Hof ohne Straßenbeleuchtung sorgt dafür, dass Gäste in klaren Nächten das Nordlicht direkt über dem Stalldach erleben können.

Praktische Informationen

AspektDetail
AdresseNordsiveien 409, 9310 Sørreisa
Kommune/ProvinzSørreisa, Troms
Gegründet (Camping)1992
Familie auf dem Hof seit1881
Hütten3 (Smia, Stabburet, Sommarstua)
Stromplätze12
Telefon+47 414 61 015
E-Mailpost@krogstadtunet.no
Websitekrogstadtunet.net

Für Wohnmobilreisende, die andere Plätze in der Region erkunden möchten, lohnt sich ein Blick auf Bardufoss Camping, Bardu Camping, Fjordbotn Camping Senja und Finnsnes Feriesenter als natürliche Etappen weiter nach Norden oder Westen.


FAQ

Frage: Wie viele Hütten hat Krogstadtunet, und wie heißen sie? Antwort: Der Platz hat drei Hütten: Smia (700 NOK), Stabburet (800 NOK) und Sommarstua (1.000 NOK pro Nacht). Jede Hütte hat ihren eigenen Charakter im Einklang mit der traditionellen Hofarchitektur.

Frage: Was kostet ein Wohnmobil mit Strom auf Krogstadtunet? Antwort: Wohnmobil oder Wohnwagen mit Strom kosten 350 NOK pro Nacht, ohne Strom 300 NOK. Ein Zelt beginnt bei 200 NOK. Der Platz hat 12 Stromplätze.

Frage: Was enthält die Museumssammlung, und kostet die Führung extra? Antwort: Die private Sammlung umfasst zwischen 2.000 und 3.000 Objekte zu Hofwirtschaft und Alltagsleben. Die rund anderthalbstündige Führung ist im Preis inbegriffen.

Frage: Wie weit ist es bis Bardufoss und Senja? Antwort: Bardufoss und die E6 liegen 18 km entfernt, das Zentrum von Sørreisa 4 km. Senja liegt direkt westlich vor den Toren der Kommune Sørreisa und ist als Tagesausflug erreichbar.

Frage: Kann man von Krogstadtunet aus Nordlichter sehen? Antwort: Ja, der Platz liegt auf 69 Grad Nord, gut innerhalb der Polarlichtzone, und bietet im Herbst und Winter Nordlicht-Erlebnisse, wenn der Himmel klar ist.


Quellen