🛣️ Norwegische Landschaftsroute · Finnmark
Landschaftsroute Havøysund
Landschaftsroute Havøysund: 67 km auf der Fv. 889 von Kokelv zum Fischerdorf Havøysund auf 71° Nord. Mit Rastplatz Selvika und Roni Horn auf dem Ørahaugen.
67 km
Länge
Kokelv → Havøysund
Strecke
Ganzjährig (kann bei Extremwetter kurzzeitig gesperrt werden)
Geöffnet
75 Minuten
Fahrzeit
Willkommen auf der Landschaftsroute Havøysund
Havøysund ist die nördlichste der 18 Nationalen Landschaftsrouten Norwegens und die einzige, die in ihrer Breitenlage nördlich des Nordkap-Plateaus liegt. Die Route folgt der Fylkesvei 889 auf 67 Kilometern von Kokelv am innersten Revsbotn in der Kommune Porsanger hinaus zum Fischerdorf Havøysund auf der Insel Havøya in Måsøy. Unterwegs wechselt die Landschaft von gedämpftem Birkenwald am Fjordgrund zu kargem, offenem arktischem Küstenland zur Barentssee hin. Die Strecke wurde 2012 offiziell als Landschaftsroute eröffnet und besteht aus zwei architektonischen Ikonen: dem Rastplatz Selvika aus gegossenem Beton (Betonpreis 2013) und dem Glaskunstwerk von Roni Horn auf dem Ørahaugen. Zwischen Mai und Juli scheint die Mitternachtssonne, von September bis April tanzt das Nordlicht.
Wann und wo
- Länge: 67 km
- Start: Kokelv in Porsanger (innerster Revsbotn)
- Ziel: Havøysund in Måsøy (Havøya)
- Saison: Ganzjährig, aber Extremwetter kann die Straße im Winter kurzzeitig sperren
- Höhe: 0 m ü. M. auf Meereshöhe entlang des Großteils der Route
- Fahrzeit ohne Stopps: 90 Minuten
- Empfohlen mit Pausen: 4 Stunden (mindestens ein halber Tag, um Selvika und Ørahaugen mitzunehmen)
- Maut: Nein
- Fähre: Nein, aber Schnellboot vom Kai Havøysund zu den umliegenden Inseln und nach Hammerfest
Sehenswürdigkeiten entlang der Route
Die Kirche Kokelv (Start) ist eine Langkirche aus Holz von 1960, errichtet als Versöhnungsgabe der deutschen Behörden nach der Niederbrennung der Finnmark im Herbst 1944. Die Kirche markiert den Übergang von der E6 zur Landschaftsroute selbst und ist eine stille Gedenkstätte für eine Region, die dem Erdboden gleichgemacht wurde.
Der Rastplatz Selvika (etwa auf halber Strecke) ist das architektonische Highlight der Landschaftsroute. Reiulf Ramstad Arkitekter eröffneten den Rastplatz 2013, und im selben Jahr gewann das Projekt den Betonpreis für herausragenden Einsatz von Beton. Ein sich windender, barrierefreier Fußweg aus gegossenem Beton führt vom Parkplatz hinab zu einer Bucht mit Feuerstelle, Bänken und Aussichtsplattform. Das Design ist minimalistisch, dramatisch und spielt mit dem offenen Meer. Halte hier an, geh den ganzen Weg hinunter und spüre den Wind von der Barentssee.
Der Ørahaugen (kurz vor Havøysund) beherbergt die Glaskunstinstallation der Amerikanerin Roni Horn. Zwei massive Glasobjekte stehen in einer architektonisch gestalteten Holzhütte und spiegeln das wechselnde arktische Licht über Tag und Jahr. Die Installation markiert die symbolische Ankunft im Fischerdorf.
Das Fischerdorf Havøysund (Ende) ist Verwaltungssitz der Kommune Måsøy mit rund 1000–1300 Einwohnern. Der Ort wurde im Herbst 1944 von deutschen Truppen niedergebrannt und später wieder aufgebaut. Heute prägen eine Filetfabrik, eine Salzerei und eine Tranfabrik den Hafen. Das Måsøy-Museum im ehemaligen Pfarrhof sammelt Fischereigeräte und technische Ausrüstung aus dem 20. Jahrhundert.
Der Windpark Gavlen und Aussichtspunkt bietet eine halbstündige Tour hinauf zum höchsten Punkt der Insel mit 16 Windturbinen von 2002 und dem Café Arctic View. Der Blick umfasst die ganze Barentssee und die Mitternachtssonne.
Wohnmobil-Parken und Camping entlang der Route
An beiden angelegten Rastplätzen gibt es offizielle Wohnmobilstellplätze:
- Rastplatz Selvika – kostenloses Parken, kein Strom oder Entsorgung, aber gut zum Anhalten und Essen
- Rastplatz Ørahaugen – kostenloses Parken direkt vor Havøysund, kein Strom
Für vollen Standard mit Strom und Entsorgung musst du weiter weg:
- Nordkapp Camping – 44,7 km von der Route, strategisch günstig, wenn du Havøysund mit dem Nordkap kombinierst
In Havøysund selbst bieten mehrere lokale Anbieter einfachere Wohnmobilplätze am Hafen. Das Fischerdorf ist eine gute Basis für das Schnellboot nach Rolvsøya, Ingøya und Måsøya.
So kommst du hin
Ab Alta fahre die E6 bis Olderfjord, dann die Fv. 889 nordwärts über Smørfjord und Kokelv (insgesamt ca. 200 km). Ab Nordkap/Honningsvåg sind es rund 130 km westwärts über die E69 und E6 bis Olderfjord, und die Tour lässt sich gut mit einer Nordkap-Runde kombinieren.
Die Straße ist mit dem Wohnmobil voll befahrbar, ohne Längen- oder Breitenbeschränkungen, doch Winterfahren erfordert Spikereifen und Erfahrung. Prüfe vegvesen.no/183 im Zeitraum Oktober–April. Polare Tiefdruckgebiete bringen rasche Wetterumschwünge, und die Strecke war bei den schlimmsten Schneestürmen schon bis zu einer Woche gesperrt. Die Hurtigruten läuft Havøysund nicht an, aber ein Schnellboot von Hammerfest bietet eine alternative Anreise.
Was du sonst noch in der Gegend erleben kannst
Havøysund lässt sich natürlich mit Nordkap und Hammerfest auf einer größeren Finnmark-Rundtour kombinieren. Weiter östlich liegt die Landschaftsroute Varanger, und einige hundert Kilometer südwestlich findest du die Landschaftsroute Senja. In der näheren Umgebung sind Angeln, Kajakfahren in der Barentssee, Vogelbeobachtung auf den Inseln und Nordlichtsafari die beliebtesten Aktivitäten neben der Fahrt selbst.
Sehenswürdigkeiten entlang der Route
- 📍Kirche Kokelv
- 📍Rastplatz Selvika
- 📍Ørahaugen
- 📍Fischerdorf Havøysund
- 📍Måsøy-Museum
- 📍Windpark Gavlen und Aussichtspunkt
Karte und Campingplätze in der Nähe
Landschaftsroute Havøysund und 4 Campingplätze in der Nähe. Klicke auf die Markierungen, um die Seiten zu öffnen.
Empfohlene Campingplätze
Wohnmobil-Basis, um Landschaftsroute Havøysund zu erkunden.
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