⛪ Stabkirche · Innlandet

Stabkirche Ringebu

Stabkirche Ringebu von ca. 1220 über dem Gudbrandsdal, mit rotem Turm und Kreuzgrundriss. Aktive Kirche, 1,1 km von der E6 – wohnmobilfreundlicher Stopp.

Stabkirche Ringebu mit charakteristischem rotem Turm und kreuzförmigem Schiff vor grüner Landschaft im Gudbrandsdal

ca 1220

Baujahr

8

Anzahl Stäbe

Mai – September

Geöffnet

Willkommen in der Stabkirche Ringebu

Hoch über dem Gudbrandsdal, gut sichtbar von der E6 kurz südlich des Ortskerns von Ringebu, steht eine der eigenwilligsten Stabkirchen Norwegens. Die Stabkirche Ringebu wurde um 1220 errichtet und ist eine der größten erhaltenen Stabkirchen des Landes. Der rote Turm und das kreuzförmige Schiff unterscheiden sie von allen anderen – das ist die Stabkirche, die im Barockstil umgebaut wurde, ihre mittelalterliche Seele aber nie verlor.

Für Wohnmobilreisende auf der E6 ist Ringebu ein natürlicher Stopp. Das Schild «Ringebu Stavkirke og Prestegard» führt dich 1,1 Kilometer von der Hauptstraße hinauf zu einem großen Parkplatz an der Kirche und dem zugehörigen Pfarrhof. Die Kirche ist bis heute aktive Gemeindekirche der Norwegischen Kirche, und der Pilgerweg Gudbrandsdalsleden führt direkt daran vorbei.

Fakten zur Stabkirche

  • Baujahr: ca. 1220
  • Typ: ursprünglich dreischiffige Stabkirche, 1630–31 zum Kreuzgrundriss umgebaut
  • Anzahl Stäbe: 12
  • Anzahl Schiffe: 3 (ursprünglich)
  • Provinz (fylke): Innlandet
  • Kommune: Ringebu
  • Adresse: Vekkomsvegen 433, 2630 Ringebu
  • Verwaltung: Norwegische Kirche
  • Aktive Kirche: ja
  • UNESCO-Status: nein
  • Letzte größere Restaurierung: 1921

Was die Kirche besonders macht

Das Erste, was Besucher anzieht, ist die Farbe. Der hohe, schlanke Turm ist charakteristisch rot gestrichen – ein Markenzeichen, das Ringebu unter Norwegens Stabkirchen einzigartig macht. Turm und kreuzförmiges Schiff stammen aus dem Umbau von 1630–31, als der Baumeister Werner Olsen die mittelalterliche Kirche an die Bedürfnisse des lutherischen Gottesdienstes anpasste, ohne die alte Stabkonstruktion abzureißen. Das Ergebnis ist ein seltener Hybrid: mittelalterliches Stabwerk, umgeben und durchkreuzt von Barockbauten.

Über dem Westportal sitzen die berühmten Drachenköpfe. Zwei einander gegenübergestellte Drachen flankieren einen kleineren, dritten Drachen in der Mitte – ein typisches Stabkirchen-Motiv, das vorchristliche Ornamentik mit christlicher Baukunst verbindet. Im Inneren der Kirche findest du mittelalterliches Inventar und Malereien aus dem 17. Jahrhundert, darunter Ausstattung, die zugleich mit dem Umbau entstand.

Archäologische Ausgrabungen unter dem Kirchenboden in den Jahren 1980–81 brachten mehrere hundert Mittelaltermünzen und Spuren einer älteren Kirche an gleicher Stelle zutage. Die Funde deuten darauf hin, dass der Ort lange vor dem Bau der heutigen Kirche im 13. Jahrhundert ein religiöses Zentrum war.

Besuch und Wohnmobil-Parken

Praktische Informationen für Wohnmobilreisende:

  • Parken: Kostenloses Parken an Kirche und Pfarrhof, Platz für Wohnmobile. Ab der E6 ausgeschildert.
  • Eintritt: 150 NOK Erwachsene. Das Kombiticket mit dem Pfarrhof Ringebu kostet 230 NOK und ist empfehlenswert.
  • Öffnungszeiten Sommer: Mai – September
  • Im Winter geschlossen: ja für Touristen, aber die Kirche wird ganzjährig für Gottesdienste genutzt
  • Führung: ja, während der Öffnungszeit verfügbar
  • Toiletten / Café / Museum: Café und Besucherzentrum am Pfarrhof Ringebu, Museumsausstellung zur Geschichte der Kirche
  • Pilgerweg: Der Gudbrandsdalsleden führt direkt vorbei – die Kirche ist ein offizieller Halt für Pilger auf dem Weg nach Nidaros

Empfohlene Campingplätze in der Umgebung:

Angrenzende Norwegische Landschaftsroute: Rondane – 15 km entfernt, einer der schönsten Gebirgsübergänge Norwegens.

So kommst du hin

Ringebu liegt zentral im Gudbrandsdal an der E6, etwa auf halbem Weg zwischen Oslo und Trondheim. Von Oslo sind es rund 3 Stunden Fahrt nordwärts über die E6, über die Mjøsbrücke und an Lillehammer vorbei. Von Trondheim sind es etwa 2,5 Stunden südwärts über Dombås und weiter das Tal hinunter.

Von Bergen fährst du die E16 über das Filefjell nach Fagernes, anschließend über die RV51 über das Valdresflye oder die E6 nordwärts ab Lillehammer. Die gesamte Fahrzeit beträgt je nach Route rund 6–7 Stunden.

Die Abfahrt zur Stabkirche ist von der E6 kurz südlich des Ortskerns von Ringebu gut mit «Ringebu Stavkirke og Prestegard» ausgeschildert. Die Straße hinauf ist 1,1 Kilometer lang und für Wohnmobile aller Größen voll befahrbar. Der Parkplatz an der Kirche bietet viel Platz und einfache Wendemöglichkeiten.

Geschichte der Stabkirche

Die Stabkirche Ringebu wurde um 1220 als eine der größten Stabkirchen Norwegens errichtet. Ursprünglich war sie eine dreischiffige Konstruktion mit von inneren Pfosten getragenen Stäben – typisch für die großen Kirchen des Gudbrandsdal. Nach der Reformation 1537 erhielten die alten Kirchen eine neue Rolle, und viele wurden abgerissen oder radikal umgebaut.

Ringebu durchlief seine große Verwandlung 1630–31. Der Baumeister Werner Olsen, der auch hinter dem Umbau mehrerer anderer Kirchen im Gudbrandsdal stand, erweiterte die Kirche zum Kreuzgrundriss, indem er große Querarme nach Norden und Süden anfügte. Der hohe Turm wurde zur gleichen Zeit errichtet und erhielt seine charakteristische rote Farbe, die seither zum Markenzeichen wurde. 1921 wurde die Kirche unter Leitung des Architekten Carl Berner restauriert.

Die archäologischen Ausgrabungen von 1980–81 brachten neue Erkenntnisse über die ältere Geschichte des Ortes. Die Funde von Mittelaltermünzen und Resten einer früheren Kirche zeigen, dass Ringebu im 12. Jahrhundert ein religiöses Zentrum war, bevor die heutige Kirche gebaut wurde.

Weitere Erlebnisse in der Umgebung

Der Pfarrhof Ringebu liegt direkt neben der Kirche und beherbergt heute ein Kunst- und Kulturzentrum mit wechselnden Ausstellungen, Café und Museumsausstellung. Das Kombiticket gibt Zugang zu beiden.

Die Natur ringsum bietet die Norwegische Landschaftsroute Rondane, die am Venabygdsfjell direkt östlich von Ringebu beginnt. Der Pilgerweg Gudbrandsdalsleden folgt dem Tal, und es ist gut möglich, von der Kirche aus Teilstrecken zu wandern. Der Hafjell Bike Park liegt 35 km südlich, und Sjoa River Rafting hat seinen Sitz 36 km nördlich – zwei klassische Sommererlebnisse im Gudbrandsdal. Für längere Touren liegt der Nationalpark Rondane etwa 47 km entfernt, mit Bergwandern in echter Wildnisqualität.

Karte und Campingplätze in der Nähe

Stabkirche Ringebu und 1 Campingplatz in der Nähe. Klicke auf die Markierungen, um die Seiten zu öffnen.

CampingplatzWohnmobilstellplatzRastplatz / StellplatzHofladen-Parkplatz

Empfohlene Campingplätze

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Geprüft anhand von 1 Quelle · zuletzt geprüft 16.5.2026
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