💧 Wasserfall · Møre og Romsdal

Mongefossen

Mongefossen stürzt 773 Meter die Ostseite des Romsdalen hinab – viertgrößter Single-Drop der Welt, sichtbar vom Bahnhof Marstein, aber meist trocken.

Mongefossen stürzt 773 Meter über eine steile Felswand im Romsdalen, gesehen von der E136

773 m

Gesamthöhe

Mai–Juni

Beste Saison

Ja

Wohnmobil-Parkplatz

Willkommen bei Mongefossen

Mongefossen fällt 773 Meter senkrecht die Ostseite des Romsdalen zwischen Verma und Marstein in der Gemeinde Rauma hinab – in einem einzigen Zug vom Mongevatnet (907–913 m ü. M.) hinab zum Fluss Rauma. Das macht ihn zum viertgrößten Single-Drop-Wasserfall der Welt und zugleich zum höchsten Wasserfall der Welt, der von einem Bahnhof aus zu sehen ist: Marstein an der Raumabanen.

Für Wohnmobilisten ist Mongefossen ein Stopp mit einer Warnung. Nachdem die Mongeelva 1975–1977 ins Kraftwerk Grytten überführt wurde, ist der Wasserfall die meiste Zeit des Jahres praktisch trocken. Nur während der Schneeschmelze im Mai–Juni oder nach starkem Niederschlag zeigen sich die Wassermassen wieder – mit dem richtigen Timing bekommst du dann einen der spektakulärsten Horsetail-Wasserfälle Norwegens direkt an der E136.

Fakten zum Wasserfall

  • Gesamthöhe: 773 m
  • Größter Fall: 773 m (ein Zug)
  • Anzahl der Stufen: 1
  • Fluss: Mongeelva
  • Typ: horsetail
  • Wasserführung (Durchschnitt): praktisch 0 außerhalb der Schneeschmelze (reguliert)
  • Geologie: hängendes Tal in einem glazial geformten U-Tal (Romsdalen)
  • Saison mit bester Wasserführung: Mai–Juni

Was den Wasserfall besonders macht

Mongefossen ist ein klassischer Horsetail – das Wasser folgt der Felswand den ganzen Weg hinab. Die gesamten 773 Meter werden als ein zusammenhängender Streifen sichtbar, wenn der Fluss läuft, und das ist die Erklärung, warum sich der Wasserfall als viertgrößter Single-Drop-Wasserfall der Welt einreiht.

Die Geologie erzählt die Geschichte. Das Romsdalen ist ein tiefes U-Tal, von den Gletschern der letzten Eiszeit ausgeschnitten, während das Mongevatnet als hängendes Tal hoch oben an der Ostseite liegt – der Seitenbach kam nie im Takt mit dem Haupttal herab. Das Ergebnis ist die Felswand, über die sich Mongefossen und der Schwesterwasserfall Vermafossen stürzen.

Das Paradox ist die Regulierung. Von 1975–1977 wurde die Mongeelva ins Kraftwerk Grytten geführt, und der Wasserfall verliert große Teile des Jahres sein Wasser. Willst du den vollen Fall sehen, musst du im Mai–Juni kommen, wenn das Mongevatnet über das Magazin läuft. Der Bahnhof Marstein an der Raumabanen liegt direkt unter dem Wasserfall, und der Status als höchster von einem Bahnhof sichtbarer Wasserfall der Welt hält unabhängig von der Wasserführung.

Wohnmobil-Parken und Aussicht

Mongefossen hat keinen offiziellen Wohnmobilparkplatz am Wasserfall selbst:

  • Offizieller Parkplatz: nein. Rastplätze und Buchten entlang der E136 zwischen Verma und Marstein bieten Aussicht, doch die Plätze sind klein.
  • Strom/Entsorgung: nicht am Wasserfall. Nutze Trollveggen Camping oder Mjelva Camping.
  • Entfernung Parkplatz–Aussicht: 0–200 m.
  • Schwierigkeit zur Aussicht: einfach – der Wasserfall ist sowohl von der E136 als auch von der Raumabanen sichtbar.
  • Besserer Blickwinkel: die Westseite der Rauma über die Remmembrua bietet einen ruhigeren Aussichtspunkt als die Hauptstraße.

Empfohlene Campingplätze:

Trollveggen Camping ist die praktischste Basecamp-Wahl – Mongefossen, Trollveggen, Romsdalseggen und Trollstigen liegen in Tagesausflug-Reichweite.

Landschaftsrouten und Aktivitäten:

So kommst du hin

Mongefossen liegt an der E136 durchs Romsdalen, ca. 84 km nördlich von Dombås und 25 km südlich von Åndalsnes, auf der Ostseite des Tals zwischen Verma und Marstein.

  • Von Oslo: E6 nach Dombås, dann E136 westwärts – ca. 5,5 Stunden.
  • Von Trondheim: E6 südwärts nach Dombås, dann E136 – ca. 4,5 Stunden.
  • Von Bergen: E39 nordwärts nach Molde, dann E136 – ca. 8 Stunden mit Fähre.
  • Mit dem Zug: Die Raumabanen hält am Bahnhof Marstein, wo der Wasserfall direkt über dir ist.

Die E136 ist ganzjährig offen und ohne Längenbeschränkungen für normale Wohnmobile.

Beste Reisezeit

  • Mai–Juni: Die Schneeschmelze schickt Wasser über das Reguliermagazin und gibt dem Wasserfall volle Höhe. Der einzige Zeitraum, in dem du praktisch den „echten“ Mongefossen siehst.
  • Juli–September: in der Regel trocken oder dünne Streifen. Die Marstein-Kuriosität hält, doch der visuelle Eindruck ist geschwächt.
  • Winter: Schnee und Eis bedecken die Felswand. Die E136 ist offen, doch die Bedingungen können anspruchsvoll sein.
  • Nach starkem Regen: Herbststürme können dem Wasserfall kurzzeitig etwas Kraft zurückgeben.

Für Fotografen ist Nachmittagslicht am besten, wenn die Sonne die Felswand von Westen trifft.

Weitere Erlebnisse in der Umgebung

Mongefossen liegt mitten in einer der dichtesten Konzentrationen von Naturattraktionen Norwegens. Trollveggen – Europas höchste senkrechte Felswand mit 1100 Metern – liegt wenige Kilometer nördlich. Romsdalseggen ist eine der bekanntesten Bergtouren des Landes, während die Romsdalsstigen Via Ferrata gesichertes Klettern bietet. Der Trollstigen mit seinen elf Haarnadelkurven liegt 30 km weiter nördlich, und der Reinheimen Nationalpark erstreckt sich über die Bergplateaus östlich im Tal.

Für Wasserfall-Jäger: der Vermafossen direkt daneben (380 m) und der Slettafossen weiter südlich im Romsdalen sind gute Ergänzungen auf derselben Tagestour.

Karte und Campingplätze in der Nähe

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CampingplatzWohnmobilstellplatzRastplatz / StellplatzHofladen-Parkplatz

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Geprüft anhand von 1 Quelle · zuletzt geprüft 16.5.2026
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