Willkommen auf dem Hof Granum

Der Hof Granum liegt 400 Meter über dem Meer in Fluberg, an der Westseite des Randsfjords in der Gemeinde Søndre Land. Der Hof kann Wurzeln bis in die Wikingerzeit haben — Grabhügel im Gelände ringsum zeugen von einer Besiedlung um das Jahr 800. In jüngerer Zeit war der Ort Poststation, Landhandel und Vogteihof und vereinte über mehrere Jahrhunderte verschiedene Funktionen für das Dorf. Das weiß verkleidete Hauptgebäude fällt Dir als Erstes auf, wenn Du über den Granumsvegen auf den Hofplatz von Granum kommst: ein großer, hoch aufragender Holzbau mit Glasveranda im Obergeschoss und Panoramablick auf den Fjord. Der Hofplatz ist ruhig — keine Hauptstraße führt direkt vorbei, und der Klang besteht meist aus Vögeln, dem Wind in den Birken und einem gelegentlichen Fahrzeug Richtung Hov. Der Ort wendet sich an Übernachtungsgäste, Tagesbesucher im Sommercafé und an Gesellschaften, behält aber zugleich eine leise, fast private Atmosphäre.

So erlebst Du den Hof Granum

Das Sommercafé Kafe Blåveisen ist ein einfaches Selbstbedienungscafé und im Juli täglich von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Dann kannst Du auf eine Tasse Kaffee oder Tee, kalte Getränke, Eis und einen kleinen Imbiss vorbeischauen, ohne Übernachtungsgast zu sein. Die Rezeption dient zugleich als kleiner Hofladen mit Honig, Karten, Büchern, Kunst und lokalem Handwerk. Den Rest des Jahres ist der Hofplatz für Besucher offen, die ein Zimmer oder eine Gesellschaft gebucht haben, und der Check-in erfolgt zwischen 17 und 23 Uhr. Die große Glasveranda im Obergeschoss ist Gemeinschaftsbereich für Übernachtungsgäste und bietet nahezu 180 Grad Blick über den Fjord. Der Hofplatz ist ganzjährig für kürzere Besuche geöffnet. Draußen kannst Du kurze Wanderungen im umliegenden Wald unternehmen und über den Kriegsdenkmalpfad zum Tyskebunkeren gehen, Runden im Garten drehen, hinunter zur Uferlinie oder hinauf in die Hänge, wo es noch Spuren der Befestigungen aus der Kriegszeit gibt.

Geschichte und Kriegsspuren

Während die Grabhügel von der Wikingerzeit erzählen, sind es das 19. und 20. Jahrhundert, die den heutigen Ort geprägt haben. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts war Granum Poststation und Rastplatz für Reisende zwischen Oslo und Westnorwegen. Das Haupthaus brannte 1930 nieder, und das jetzige Pensionsgebäude stand drei Jahre später, 1933, fertig da. Nun kamen die Gäste mit der Valdresbahn zum Bahnhof Fluberg. Der Pensionsbetrieb lief ununterbrochen bis 1975 — über vier Jahrzehnte war Granum eine Reisestation zwischen Gjøvik und Dokka. Im Zweiten Weltkrieg, von 1940 bis 1945, wurde der Hof von der deutschen Besatzungsmacht beschlagnahmt. Die deutsche Luftwaffe richtete einen Flugbeobachtungsposten ein, der die Hauptstraße entlang des Fjords und den Flugverkehr über Südnorwegen überwachte, und 1943 sprengte sie einen Bunker mit Beobachtungsturm in einen Felsvorsprung nahe dem Hofplatz. Die Reste des Bunkers und der Baracken stehen noch heute als Kriegserinnerungen im Gelände. Nach der Schließung der Pension lag das Haus mehrere Jahrzehnte ohne kommerziellen Betrieb. Die heutigen Eigentümer übernahmen den Hof 2013, restaurierten den Hofplatz über vier Jahre und eröffneten die Pension im Dezember 2017 wieder.

Wohnmobil-Parken und Anfahrt

Adresse: Granumsvegen 8, 2862 Fluberg — Koordinaten 60.7748, 10.2687. Von Gjøvik folgst Du der Fv247/Fv34 nordwärts entlang der Westseite des Randsfjords, rund 25 Minuten (etwa 35 km). Von Dokka im Norden braucht dieselbe Strecke rund 15 Minuten, und von Hov sind es ebenfalls 15 Minuten. Das Anwesen hat kostenlose private Parkplätze auf zugewiesenem Platz auf dem Hofplatz für Tagesbesuche und Übernachtungsgäste. Der Hof Granum bietet grundsätzlich keine Wohnmobil-Stellplätze, kann aber ausnahmsweise nach Absprache und gegen eine Gebühr Gäste aufnehmen. Kontaktiere den Hof vor der Anreise unter der Telefonnummer +47 930 84 702, wenn Du im Wohnmobil übernachten möchtest. Der Hof Granum hat eine eigene E-Auto-Ladestation und die Möglichkeit für Campingstrom gegen Gebühr für Übernachtungsgäste, was für Wohnmobile mit elektrischem Hilfsantrieb praktisch ist. Eine Entsorgungsstation gibt es auf dem Anwesen nicht. Der Speisesaal fasst 80–90 Personen und hat vier Bäder/WCs auf dem Flur, und die Pension hat 10 Schlafzimmer auf zwei Etagen. Der Eingangsbereich und das gesamte Erdgeschoss, einschließlich eines Schlafzimmers und Bad/WC, sind für Menschen mit Bewegungseinschränkung ausgestattet. Die Anfahrtsstraße ist ganzjährig geöffnet.


FAQ

Frage: Muss ich ein Zimmer buchen, um das Sommercafé zu besuchen? Antwort: Nein, Kafe Blåveisen ist im Juli täglich von 12 bis 17 Uhr für alle geöffnet — Du kannst tagsüber auf Kaffee und mehr vorbeischauen. Außerhalb der Café-Saison werden zu besonderen Anlässen auch Erzählabende und Lichterzünden veranstaltet.

Frage: Welche Produkte werden im Hofladen verkauft? Antwort: Es geht um eine kleine, aber kuratierte Auswahl: Honig aus lokaler Imkerei, lokale Rohwurst, Apfelsaft sowie Handwerk, Kunst, Karten und Bücher aus der Region. Die Menge ist begrenzt, daher gibt es selten ein großes Lager — Du findest eher einige ausgewählte Dinge als ein breites Sortiment.

Frage: Sind die Kriegserinnerungen für Besucher zugänglich? Antwort: Der Bunker von 1943 und die Reste der deutschen Baracken liegen im Gelände nahe dem Hofplatz, und Du kannst auf eigene Faust zu ihnen gehen. Es gibt Infotafeln zum Thema Krieg (nur auf Norwegisch), aber das Gelände ist nicht als Museum ausgeschildert — es lohnt sich, in der Rezeption nach einer kurzen Orientierung zu fragen, bevor Du losgehst. Die Gastgeber können auf Wunsch nach Absprache auch eine Führung anbieten.